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vor den Carne mit ſeiner Hauswirthin gefuͤhrt wur⸗ de, Bedenken, ihn freizulaſſen, und ſchickte Beide an den Paſcha. Man verſtaͤndigte ſich. Der Paſcha be⸗ wirthete in ſeinem Zelte Beide mit Caffee, ließ ſeine tuͤrkiſche Muſik ſpielen, dann Carne und die Dame durch ſechs Tuͤrken nach STherapia zuruͤckgeleiten.
Waͤhrend des Bairams beſuchte Carne, nachdem er ſeine Schuhe ausgezogen, die Moſchee der ſich ſtets drehenden Derwiſche, oder tuͤrkiſchen Moͤnche. In der Mitte verrichteten ungefaͤhr zwanzig Derwiſche ihre Andacht, ſangen Stellen aus dem Koran im Cbor und als allmaͤhlig die Muſik hoͤchſt laut wurde, ſing eine Zahl der Derwiſche ihre runde ſchnelle Bewegung um einen engen Kreis an, ohne daß einer den andern mit ihren fliegenden Gewaͤndern beruͤhrte. Dieſen Wirbel ſetzten ſie laͤnger als eine Stunde fort, indem ſie nur etwa zwei⸗ oder dreimal ſich einige Minuten erholten.
Am naͤmlichen Tage hatte Carne das Vergnuͤ⸗ gen, den Sultan in einer Prozeſſion eine Moſchee be⸗ ſuchen zu ſehen. Er landete in einer glaͤnzenden Bar⸗ ke und ritt langſam auf einem praͤchtigen Roſſe, in⸗ dem ihn eine Leibwache zu Fuß umgab. Den Anfang des Zuges machten die Janitſcharen in rother Uni⸗ form; dann folgten Soldaten mit praͤchtigen weißen Federn in der Form eines Halbmondes auf vergolde⸗ ten Helmen befeſtigt, und mit ſchoͤn geſchmuͤckten Schlachtbeilen. Zunächſt um den Sultan ging ſeine Leibwache aus beſonders ſchoͤnen Maͤnnern, mit Tur⸗


