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Willen des Propheten vor dem Gebete rein. Rings um zieht ſich eine ſchoͤne Saͤulen⸗Drdnung als Vor⸗ balle, wo Frauen ihr Gebet verrichten, weil das In⸗ nere der Moſchee ihnen verſchloſſen iſt.
Als wir der erwaͤhnten Moſchee vorbei waren, ritten wir in das zunaͤchſt gelegene Kaffeehaus. Hier ſaben wir einen Myſelmann beten. Sein Blick war zur Eide geheftet, vor ihm ein Cuch ausgebreiter. Er blickt gegen Aufgang, bringt die Haͤnde an die Ohren, ſieckt ſie zur Haͤlfte in den Guͤrtel, legt die Rechte uͤber die Linke, knieet ſich nieder, die Haͤnde uͤber ſeine Beine gebreitet. Er ſteht auf, die Haͤnde ſind kreuzweis uͤber einander, legt ſich dann foͤrmlich auf die Erde, und beruͤhrt ein weißes Papier mit der Stirne. Hierauf richtet er ſich auf, wiederholt eine frhere Stellung und endet mit der zweiten. Nach dieſen Ceremonien endigt ſich das Gebet, welches⸗ vielleicht eine Viertelſtunde gedauert haben mag.
Nach eingenommenen Erfriſchungen verließen wir ungeſaͤumt Borgas, ritten s Stunden durch ein ebenes, von wenigen Baͤchen, mit mehrern gruͤnenden Pugeln geſchmücktes Land, und kamen Abends in dem ſchlechten Dorfe Kaliſteran an, wo wir in dem finſteren Loche des elenden Chans zu uͤbernachten be⸗ ſchloſſen. Um Mitternacht wurde aufgebrochen. Ich wußte mich nicht in die türkiſchen Uhren zu richten.
Die Turken zaͤhlenkil re Stunden vom Untergang der


