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tem und gegoſſenem Bernſtein mit gruͤner und rother Verzierung, hier koſtbare Rauchwerke, vrientaliſche Wohlgeruͤche; dort Tabak aller Gattungen in großen Zucker⸗Glaͤſern, irdene Schalen zum Trinken, und das bunteſte Farbenſpiel wollener und ſeidener Stoffe. Von da beſuchten wir die engen Straſſen der Stadt mit ihren hoͤlzernen Haͤuſern auf einer Grundlage von Steinen. Die oͤffentlichen Gebaͤude ſind aus Stein aufgeführt.
Dann ſetzte ich mich auf meinen Divan, einen Sitz, wel her ungefaͤhr einen Fuß hoch ſich erhebt, in der Breite an s Fuß, in der Laͤnge an 2—4 Klaftern haben mag. Die darauf liegenden Matrazen ſind mit Zeug oder Leinwand uͤberzogen, und ruͤckwaͤrts werden an die Wand Kiſſen gelehnt. Die Tuͤrken ſchlafen auch auf denſelben, wobei ſich beide Geſchlechter nie voͤllig entkleiden. Als ich meine Schreibtafel aus der Taſche zog, um das Geſchebene anzumerken, vermißte ich meinen Bleiſtift. Ich mußte daher zur tuͤrkiſchen Tinte und Feder meine Zuflucht nehmen. Die Feder iſt ein hoͤlzernes Robr, das Knie wird zum Schreibti⸗ ſche umgeſchaffen, die Tuͤrken legen ein Blatt Papler darauf, und ſchreiben von der Rechten zur Linken. Daß aber aus ihren holzernen Federn nur hoͤlzerne Buchſtaben entſtehen koͤnnen, kann ſich Jeder leicht einbüden. Das Papier war ſo dick wie Leder, glaͤn⸗ ijend und von einem uͤberaus großen Formate. Die
Anfangsbuchſtaben, Kolumnentitel, Zeichen und Un⸗


