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Die Haͤuſer waren zur Haͤlfte niedergebrannt und nicht einmal ein Thier war in der Stadt zu finden. Muͤller beſuchte verſchiedene Alterthuͤmer und das zerſtoͤrte Schloß, in welchem ſich Jpfilanti im Juli 1822 recht tapfer gegen die tuͤrkiſchen Detaſchements des Machmud Paſcha vertheidigt hatte.
Die Umgebungen von Argos ſind bis auf die Berge ſehr reitzend. Die ganze Ebene iſt mit Doͤrfern und Landhaͤuſern angefuͤllt. Die verſchiedenen Baum⸗ gruppen, verbunden mit den gruͤnenden Weingaͤrten machen die Gegend zu einer der reizendſten vovn Mo⸗ rea. Doch haben die vielen Truppendurchzuͤge und Gefechte ihm einen außerordentlichen Schaden zugefugt.
Von Argos wandten ſich unſere Reiſenden zu den Ruinen von Mpyzen a, begruͤßten bald den rei⸗ ßenden Inachus und erreichten nach einigen Stunden das Grabmal Agamemnons, an welchem ſie den hier beſtatteten, im heiligen Kampfe gebliebenen Philhellenen ihre Verehrung bewieſen. Dieſes Grabmal iſt aus großen Felſenſteinen zuſammengeſetzt, und bildet eine Hoͤhle, welche oben durch eine Pff⸗ nung Licht erhaͤlt. Etwas weiter fanden ſie die Ruinen
von Mozenaͤ in einem duͤrren unbebauten Seiten⸗
thale. Sie ſahen große, auf einander gethuͤrmte Steinmaſſen, welche die Stadtmauer bildeten.
Durch die Ebene von Argos kehrten ſie in das Lager zuruͤck, wo ſie gerade einen Ausfall auf den Feind machten. Als ſich keine Feinde ſehen ließen, erſchlu⸗


