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Mahles, mit dem der Alten im griechiſchen Lager vor Troja zu befinden. Um die Handlung noch voll⸗ kommener zu machen, kauften ſie ſich von den Beute⸗ Geldern herzerguickenden Wein, verwahret im Schlauche von Geisfell, und opferten der Pallas Athenä. damit ſie Schutz und Kraft im Kampfe gewahre. Es fehlten an dieſem Abende nur die Maͤgdlein mit roſi⸗ gen Wangen und die Thierfelle zum weichen Lager, um ſich eben ſo gluͤcklich, wie jene Belagerer nach gewonnener Feldſchlacht zu machen. Doch kaͤmpften die Philhellenen nicht fuͤr ein geraubtes Weib, ſondern fuͤr Selbſterhaltung auf vaterlaͤndiſchem Boden, und aus Rache fuͤr viele Tauſend gefallene Soͤhne, entfuͤhrte Maͤgdlein und Frauen der Griechen.
Wegen der herannahenden Kaͤlte begab ſich Muͤl⸗ ler nach Tripolizza, um ſich einen Mantel zu kaufen. Seinen Freund Duntze fand er ziemlich außer Gefahr; auch Kuͤner war wieder hergeßtellt; aber Gillmann befand ſich dem Tode nahe und wurde von einer jungen Franzoͤſin gepflegt. Bei der An⸗ kunft Muͤllers in Mulino traf das laͤngſt erwartete erſte Regiment ein, um zur Belagerung von Napoli verwendet zu werden. Das Regiment beſtand aus 260 Mann, welche regelmaͤßig in den Waffen geuͤbt waren und meiſt Auslaͤnder zu Befehlshabern hatten. Die teutſchen DPffüziere des Regiments waren von WMandelslob, Specht und Sreiber, welche


