266
der Durchfahrt, welche den Golf von Arta mit dem Joniſchen Meere verbindet. Die Stadt hat eigent⸗ lich nur eine einzige Straße, nebſt einigen Gruppen von Huͤtten zwiſchen Dliven⸗Gebuͤſchen. Die Klei⸗ dung der Einwohner hat ein Ernſt gebietendes An⸗ ſehen; ſie beſteht in einem nachlaͤßig uͤber die Schul⸗ tern geworfenen, bis an die Knie reichenden Mantel aus braunem und grobem Wollen⸗Zeuge, in einer DOber⸗ und Unter⸗Weſte, in einer Scherpe um die Huͤfte, in einem grob katunenen Hemde und Bein⸗ kleide; Knie und Veinknoͤchel ſind durch geſchlagenes Metall geſchuͤtzt. Die Struͤmpfe und Sandalen ſind vielfaͤrbig, der Scheitel iſt durch ein kleines rothes Kaͤppchen bedeckt; das Haupthaar haͤngt hinten lang binab. Das neue Serail iſt im Erdgeſchoſſe aus Stein, weiter vben aus Holz, hat verſchiedene Zimmer von so Fuß in der Laͤnge und zo in der Breite mit pracht⸗ vollen Verzterungen, und von Auben ſchoͤne Schnitz⸗ Werke.
Zu den Ruinen von Nikopolis, welche 3 Mei⸗ len von Preveſa entfernt ſind, fuͤhrt ein von Bli⸗ ven⸗Waͤldchen begrenzter Weg. Ihr Umfang iſt be⸗ deutend und ihre Gruppen ſehr eindrucksvoll. Im roͤmiſchen Bau⸗Style findet man noch einen Cheil der ſtarken Stadtmauern mit gewoͤlbten Gaͤngen un⸗ ter denſelben, 2 Theater, eine Waſſerleitung, das Stadium, und ein großes Gebaͤude, in welchem man einen marmornen Fußboden, und Bruchſtuͤcke korin⸗
—


