Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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278 ziemlich ſtark und unterſetzt, und verrieth noch thaͤtige

Manneskraft. Sein langer grauer Bart gab ihm das

Anſehen ernſter Wuͤrde; ſein Charakter war unterneh⸗ mend und unerſchuͤtterlich, und ſeine Tapferkeit be⸗ kanut. Waͤhrend ich gegen das Fenſter blickte, fah ich unter den ſchrecklichen Strafgraben, den Tarpeſiſchen Felſen Erivans; jenſeits die uͤppigen Gaͤrten des Sardar mit ihrem Sommerhauſe, und uͤber ihnen die herrlichen hervorragenden Berge, welche ſeine Statt⸗ halterſchaft ſchuͤtzen koͤnnen.

Der Sardar zahlt dem Koͤnige keine Abgaben;

ſeine Stelle iſt eine Art militaͤriſchen Lebens. In

Kriegszeiten oder wenn Unruhen ausbrechen, muß er die koͤnigliche Armee mit einer gewiſſen Anzahl von Truppen verſtaͤrken; auch muß er die Vertheidigung und Sicherheit ſeiner Provinz auf eigene Koſten be⸗ ſtreiten. Seine Frauen reiſen in Scharlach gekleidet, welche Tracht nur den Frauen des Koͤnigs oder ſeiner Soͤhne geſtattet iſt. Auch hat er das Vorrecht, das Gepaͤcke, welches ſeine Mauleſel tragen, mit ſchoͤn ver⸗ zierten Zeugen von blauer und rother Farbe, welche Kennzeichen des koͤniglichen Gepaͤckes ſind, zu bedecken. Zu dem Sardarate Erivan, uͤber welchen er un⸗ bedingte Gewalt beſitzt, gehoͤren außer der Provinz Ghilan, Gulckſchah, Sevan, Gurney, Abe⸗ ran, Kerpay, Sirzadill, Scharagill, Scher⸗ rur, Makuh und Saut. Die Laͤnge deſſelben be⸗ traͤgt faſt 200 Meilen, und die Breite 100. Im J.