Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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blicke der Bahre konnten die Wilden ihre Bewunde⸗ rung gar nicht genug ausdruͤcken. Als wir den Loͤ⸗ wen⸗Fluß erreicht hatten, war meine Zuruͤckkunft in dem Lager ein Feſt fuͤr die Hottentotten. Als ſie aber hoͤrten, daß ich nicht geſonnen ſey, nach dem Kap zuruͤck zu kehren, ließ ihre Freude bald nach. Da ſich waͤhrend meiner Abweſenheit meine Hotten⸗ totten fremde Weiber geholt hatten, und Unordnung dadurch im Lager entſtanden war, ſo mußte zu Mit⸗ teln geſchritten werden, welche das Uebel aus dem Grunde heilen konnten. Ich faßte den Entſchluß, die Hottentotten⸗Damen fortzuſchicken. Hieruͤber ent⸗ ſtand allgemeines Murren und Widerſpaͤnſtigkeit. Als ein Hottentotte, Namens Adam, ſich weigerte, mei⸗ nem Befehle nachzukommen, zwei verloren gegangene Schaafe aufzuſuchen, warf ich ihn mit einem Fuß⸗ tritte auf den Boden, ſpannte meine Guͤrtelpiſtole, und rief ihm zu, ſich zu entfernen. Er that dieſes mit der groͤßten Eile. Da ich ihn mit den Piſtolen nicht mehr erreichen konnte, blieb er ſtehen, und ſprach einige Worte, welche Drohungen zu verrathen ſchienen. Ich ſchoß nach Adam; er verlor ſich ſo⸗ gleich aus unſern Augen, und großer Schrecken wurde unter die üͤbrigen verbreitet. Dieſes Mittel wirkte. Meine Hottentotten wurden nun auf andere Gedan⸗ ken gebracht. Mit dem Anbruche des Tages fand ich alles geborſam und rühig, und Klaas, mein Ver⸗ trauter, brachte mir die Nachricht, daß die Aufruͤhrer