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Nichts vermag das Staunen und die Freude aus⸗ zudruͤcken, mit welcher mich die Bewohner von Hua⸗ heine zuruͤckkommen ſahen; ihre Blicke, Gebehrden, Handlungen, Reden, druͤckten die aͤußerſte Bewunds⸗ rung aus. Alles draͤngte ſich zu mir, jeder wolte mich zuerſt ausfragen; ich beantwortete alles mit Beſchei⸗ denheit und wurde durch die Achtung, die man mit erwies, hinlaͤnglich fuͤr meine Gefaͤlligkeit belohnt.
Bevor wir an das Land gingen, nahm mich Cvok bei der Hand, ſchloß ſich mit mir in ein Zimmer ein⸗ und ſprach zu mir:
„Du biſt nun am Ziele Deiner Reiſe, mein lie⸗ ber Omai, Die Vorſicht hat uͤber Dich gewacht und führt Dich geſund und wohlbehalten auf dieſe Inſel zuruͤch, die Du vor laͤnger als vier Jahren verließeſt um Fremden zu folgen, die das Vertrauen, ſo Du ihnen bewieſeſt, indem Du Dein Schickſal ihren Haͤnden anvertrauteſt, ſtets erkennen und ſchaͤtzen werden.
„Gerue haͤtte ich gewuͤnſcht, mich nie wieder von Dir trennen zu duͤrfenz ich weiß Du biſt mir zugs⸗ than und ich freue mich daruͤber. Ich weiß auch, daß wenn ich Dir vorſchlüge, mir Dein Vermoͤgen und Deine Hoffnungen aufzuopfern und ferner meine Rei⸗ ſen und Gefahren mit mir zu theilen, Du Dich nicht einen Augenblick beſinnen wuͤrdeſt.(Ich wollte ihn hier unterbrechen, um ihm meine Bereitwilligkeit zu verſichern; er aber fuhr fort:) Aber Du biſt noch zung, ich aber gehe dem Alter entgegen. Lauſend


