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maͤßiger Erbe den koniglichen Maro auf der Inſel Eimeo in Beſitz zu nehmen. Er genoß dieſes Gluͤck nur einen Monat; ein anderer, ehrgeiziger Haͤuptling, mit Namen Maheine, erſchlug ihn und beinaͤchtigte ſich der Regierung. Die Otaheiter bewaffneten ſich, den Moͤrder zu beſtrafen und aus dem Beſitze von Ei⸗ meo zu verjagen. Allein Maheine beſaß Lalent und Muth, kaͤmpfte und erfochte erſt vor kurzen einen voll⸗ kommenen Sieg uͤber die Dtaheiter. um dieſe Niederlage zu rachen, ruͤſteten ſich die letzteren zu ei⸗ nem neuen Angriff. Sie machten Cook wiederholt den Vorſchlag, mit ihnen gegen ihren Feind zu zie⸗ hen. Cook lehnte aber ihn ab, mit dem Bemerken, daß er ſich nicht mit dem Blut eines Volkes beflecken koͤnne, daß ihn nicht beleidigt habe, und daß er ſich vielmehr zum Vermittler erbiete, den Frieden wieder berzuſtellen. Man hoͤrte auf dieſes nicht, und da die Britten den Beiſtand verweigerten, ſo wandten ſich die Otaheiter an ihre Goͤtter. Man prachte Men⸗ ſchenopfer. Dagegen erklaͤrte ſich ſehr ſtark Cvok. Auch ich, worüber der Feldherr und Verwandter des Koͤnigs Otoo, der Hauptling Towha, in furcht⸗ bare Wuth gegen mich gerteth.— Der Kampf begann auch. Endlich wurde Friede zwiſchen Eumeo und Otaheiti geſtiftet. Der ſtolze Towha vergaß ſich bei dieſer Gelegenheit gegen ſeinen Gebieter und drohte. Da donnerte ihn aber nieder und zur Unterthaͤnigkeit zuruͤck unſer Capitain Cook, der feierlich erklaͤrte,


