Teil eines Werkes 
5,3 (1832)
Entstehung
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Cook ſteuerte nun nach der Bai Dheite peha, um daſelbſt zu ankern und an der Suͤdſeite der Inſel ſo viel Erfriſchungen einzunehmen, als er erhalten koͤnnte, bevor er nach Matarat ginge, wo er einen großen Vorrath von allerlei Lebensmitteln anzutreffen hoffte. Noch war uns der Wind entgegen und noͤ⸗ thigte uns, einen Dag laͤnger die See zu halten.

Unterdeſſen war uns eine Menge Inſulaner auf ihren Kaͤhnen vorangeeilt, ich erkannte ſie für Leute von geringem Stande und mochte ſie nicht anſehen, welche Geringſchoͤtzung ſie mir, wie ich es verdiente, in vollem Maaße erwiederten.

Von ungefaͤhr fand ich meinen Schwager Doteo, den ich vor meiner Reiſe nach England gekannt, in dieſer Gegend der Inſel, und mehrere andere Einge⸗ borne, die mich alle ziemlich kalt empfingen. Doch gelang es mir den Dotev zu bewegen, daß er mir in den Schiffsraum folgte, wo alle meine Reichthuͤmer aufgehaͤuft waren. Hier oͤffnete ich einen kleinen Sack mit rothen Federn und ſchenkte ihm einige; in einem Momente verbreitete ſich dieſes unter den uͤbrigen In⸗ ſulanern und nun war ich mit einem Male willkom⸗ men und geſchaͤtzt. Derſelbe Boteo, der mich wenige Minuten vorher kaum eines Blickes wuͤrdigte, bat mich nun dringend um meine Freundſchaft und um die Vertauſchung unſerer Namen(dort gewoͤhnliches Freundſchaftezeichen). Dieſe große Revolution der Geſinnungen bewirkte ich mit fuͤnf rothen Federn