Teil eines Werkes 
5,3 (1832)
Entstehung
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der Frau eines Miſſionaͤrs naͤhen gelernt hatte, ſellte ſich am Sonnabende mit den eingebornen Dienſtboten des Hauſes ein und verlangte ihren Lohn fuͤr das Ler⸗ nen. Frau Eilis ſagte:Wie, Du willſt bezahlt ſeyn? In unſerm Lande es gerade umgekehrt, dort zahlt man die Lehrer. Das Maͤdchen erwie⸗ derte:Du bateſt mich zu kommen, ich bin lange bier geweſen und habe gelernt. Du mußteſt ir⸗ gend einen Vortheil davon gehabt haben, ſonſt wuͤr⸗ deſt Du Dir nicht ſo viele Muͤhe gegeben haben. Ich that, was Du verlangteſt und ich will auch dafur be⸗ zahlt ſeyn. Man belehrte ſie nun, daß der Unter⸗ richt unentgeltlich geweſen, daß aller Vortheil, der daraus entſpringe, nur ihr zu Gute komme und daß man ſie kuͤnftig fuͤr ihre Handarbeiten, die ſie jetzt verfertigen koͤnne, bezahlen wuͤrde⸗

vI. Sobald die Eingebornen die Beguemlichfeit der europaiſchen Kleidung einſehen lernten, ſtieg ihr Verlangen darnach und die weite inlaͤndiſche Kleidung wurde bald nur als Alltagsgewand getragen, waͤbrend die von feinerem Tuche nach europaͤtſchen Schnitt ge⸗ fertigte fuͤr ſeierliche Gelegenheiten aufgeſpart wurde. Alimalig ſah man Halstuͤcher um den Nacken, Kap⸗ pen auf den Koͤpfen, Schuhe und Struͤmpfe. Die Veraͤnderung im Anzuge des Volkes gab zu manchen lächerlichen Auftritten Anlaß. Es war ein unvergeß⸗ licher Augenblick, wo die Königin von Huaheine und ein halbdutzend Weiber der vornehmſten Haupt⸗