169
8weites Buch⸗
4) Auf der weitern Reiſe fͤhlte Kozebue immer gaͤrker die Unannehmlichkeiten des nordiſchen Klima's. Der bisher ſo heitere Himmel war faſt immer truͤbe, oft mit drohenden Sturmwolken bedeckt. Wallfiſche und Sturmvoͤgel in großer Menge verkuͤndeten den nahen Norden. Schon am 7. Juni ward das hoͤhere Gebirge Kamtſchatka's in ſeinem Winterſchmucke ſichtbar. Die himmelanſrebenden Berggipfel, von ewigem Eiſe bedeckt, glaͤnzten in der Sonne, waͤhrend der niedere Theil von Wolken umguͤrtet war. Am folgenden Tage erreichte Kotzebue die Awat ſcha⸗ Bai, und am Abende ließ er die Anker im Peter⸗ Pauls⸗Hafen fallen. Ueber ganz Kamtſchatka er⸗ ſtreckt ſich der Laͤnge nach ein Gebirge, deſſen Baſis die ganze Breite der Halbinſel einnimmt, und das nur ſehr wenige kleine Thaͤler bildet- Auf dieſem Se birge, mit ſeinen Gletſchern und Vuikanen, erheben ſich Rauch⸗ und Feuerſaͤulen⸗ oft mitten aus dem Eiſe, was mit dem ſchoͤnen Graͤn der Thaͤler einen maleriſchen Contraſt bildet; waͤhrend die Kryſtallen⸗ berge an der weßlichen Kuͤſte im Lichte der Sonne Brillantfarben ſpielen, und der Schwefelkies goldene Berge bildet.
In dem Städtchen od. vielmehr Dorf am Peter⸗ Paulshafen, welches nur aus ein Paar Haͤuſern und


