Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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einem amerikaniſchen Schiffe, welches der Zufall dahin gefuͤhrt hatte. Freyeinet kaufte naͤmlich dieſes Schiff, das er la Phyſieienne nannte, um ſeine Enideckungsreiſen fortzuſetzen. Er verweilte hierauf im la Plata⸗Strome ein, und in Rio⸗Janeird drei Monate.

Am 13. November 4820 landete Freyeinet wie⸗ der in ſeinem Vaterlande, in dem Hafen von Havre.

Den Hauptzweck ſeiner Reiſe, Beobachtungen an⸗ zuſtellen, die geeignet waͤren, die Geſtalt der Erde und die Intenſitat der magnetiſchen Kraft in der füdlichen Hemiſphaͤre zu beßimmen, womit er hydrographiſche Aufnahmen, meteorologiſche Beobachtungen, Drtbe⸗ ſtimmungen und naturhtſtoriſche Sammlungen ver⸗ band, hat er auf eine Art erreicht, die ihm eine ehren⸗ volle Stelle in der Geſchichte der Naturwiſſenſchaften zuſichert. Der franzoͤſiſche Miniſter des Innern ſagte in ſeiner amtlichen Bekauntmachung, Capitain Frey⸗ einet habe während ſeines vierwoͤchentlichen Auf⸗ enthalts am Cap, die Behauptung La Caille's nicht beſtaͤtigt gefunden, daß naͤmlich die fuͤdliche Halbkugel emen groͤßern Bogen bilde, als die noͤrd⸗ liche. Allein La Caille, einer der groͤßten und den⸗ kendſten Koͤpfe leiner Zeit, hielt ſich am Gap beinahe ein halbes Jahr auf. Dagegen ſind die Beobachtun⸗ gen Freyecinets uͤber den Magnetismus von grö⸗ üerm Werthe. Sie beweiſen, daß in der ſüdlichen Hemiſphaͤre eine der noͤrdlichen Halbkugel diametral