Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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als Stelldichein beſtimmt war, ſchien gewiß zu ſeyn. Am Mittage der Trennung befand ſich die Nadeshda in 34 3s der Breite, und 3340 28 der Laͤnge. An dieſem Tage durchſchnitt ſie den z6oſten Grad des St. Petersburgiſchen Meridtans, und hatte folslich ihre Umſchiffung um die Erdkugel an dieſem Tage vol⸗ lendet.

Den 19. April Morgens um 9 Uhr ſah Kruſen⸗ ſtern Land in NND. nach dem Kompaſſe, das Land batte das Anſehen einer Inſel; bald darauf zeigte ſich gebirgiges Land in NOD. Das weſtliche Land war das Vorgebirge der guten Hoffnung; das oͤslichſe Cap Falſo. Kruſenſtern umſchiffte das Vorgebirg der guten Hoffnung, ohne zu halten. Er ſprach einen aus Isle de Franes kommenden Amerikaner, der ihm aber keine Aus⸗ kunft uͤber die Escadre des franzöſiſchen Admirals Li⸗ nois, welche ſeit einiger Zeit in dieſem Gewaͤſſer kreuzte, geben konnte. Es zeigte ſich noch ein anderes Schiff, welches auch die amerikaniſche Flagge aufiog. Kruſenſtern nahm ſeinen Curs NNW. auf die Inſel St. Helena zu. Er hatte den wahren Paſ⸗ ſat. Den 26. April ſah man zwei Schiffe, das eine in NW., das andere in NO. Das erſtere wurde von vielen Schiffsleuten der Nadeshda als die Newa erkannt; da aber die Nadeshda viel ſchlechter ſe⸗ gelte, ſo verlor ſie die Newa aus dem Geſichte, und zwar ſehr bald. Auch an Bord der Newa hatten