Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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Panquigqua's ſchuͤchtern gemacht, nahm den Vrief ſehr ungerne entgegen. Er brachte ihn auch den fol⸗ genden Morgen unter dem Vorwande zuruͤck, er koönne nicht abgegeben werden, weil er Ausdruͤcke enthielte, die ein chineſiſcher Staatsbeamte zu hoͤren nicht ge⸗ wohnt ſey; ſtatt deſſelben hatte er einen andern, nichts als erniedrigende Ausdruͤcke enthaltenden, Brief auf⸗ geſetzt, und verlangte, daß die Capitaine Kruſen⸗ ſtern und Liſianskoy ihn unterſchreiben ſollten. Dieſes geſchah natuͤrlich nicht. Indeſſen rieth Drum⸗ mond Kruſenſtern, einen ganz kurzen Brief zu ſchreiben, in welchem nur die ſchaͤdlichen Folgen, die fuͤr die Ruſſen aus dieſem Aufenthalte entſtehen koͤnnten, vorgeſtellt werden ſollten, und worin Kru⸗ ſenſtern aus dieſer Urſache um eine ſchleunige Ab⸗ reiſe bat. Kruſenſtern ſetzte einen ſolchen Brief auf. Da er nur aus einigen Zeilen beſtand, ſo hatten die Kaufleute gegen den Inhalt deſſelben nichts einzu⸗ wenden. Es fand ſich indeß, daß noch eine Veraͤnde⸗ rung mit dem Briefe gemacht werden mußte, und wie man Kruſenſtern ſagte, geſchah dieſes auf beſon⸗ deres Verlangen des Hoppo. Sie war von gar keiner Bedeutung, charakteriſirt aber die Denkungsart und die Kenntniſſe ſelbſt der vornehmſten Chineſen. Drummond hatte den Kaufleuten verſprochen, Briefe, die aus Peking an Kruſenſtern kommen wuͤrden, in Empfang zu nehmen und nach Nußland in befoͤrdern. Jetzt verlangten ſie, daß in dem Briefe