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eine Schwammbuͤchſe und ein Halsband von großen Glaskugeln fuͤr ihn ſelbſt. Unter die Weiber ver⸗ theilte ich gleichfalls einige Halsbaͤnder von Glasku⸗
geln und etwas meſſingen Draht, aus welchem ſie
ſich Armbaͤnder verfertigen konnten. Ich ließ eihen Hammel ichlachten, und zugleich einen Theil des Fleiſches vom Flußpferde braten. Meine Hottentot⸗ ten bewirtheten ihre wilden Landsleute mit den ſanf⸗ ten Toͤnen der Maultrommeluz es wurde getanit und viel Branntwein getrunken. Zum Schluſſe be⸗
diente ich ſie mit Thee und Kaffee. Des andern
Morgens weckte ich die unter Decken ſchlafenden Wil⸗ den durch einen Flintenſchuß auf, und begab mich auf die Voͤgel⸗Jagd. Ich hatte das Glück, eine Art Fliegenſchnepper von rother Farbe mit ſehr lan⸗
gem Schwanze zu erlegen. Er traͤgt auf dem Kopfe
einen zierlichen Federbuſch, und waͤhrend der Hecke⸗ Zeit von etwa 3 Monaten 2 ſehr lange Federn im Schwanze, welche ſpaͤter ausfallen. Dieſer Vogel war weder von Buͤffon noch von Briſſon hin⸗ länglich charakteriſirt. Nachdem ich mein Fruͤhſtuͤck mit ſaͤmmtlichen Hottentotten verzehrt hatte, fuhr ich fort, die am Morgen geſchoſſenen Voͤgel abauziehen, und fuͤr meine Sammlkung zuzurichten. Dieſe Be⸗ ſchaͤftigung ſchien den Hottentotten ſehr wunderbar, beſonders daß ich die Voͤgel znerſt toͤdtete, dann deren Haut abzog, und ihre vorige Geſtalt wieder gab.
s ich ihnen den Werth der Naturalien⸗Samm⸗


