Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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beria ſeyn; der Niger ſelbſt ſoll ſich in 2 Arme theilen, deren ſuͤdlich laufender Gambea, oder Gambia genannt wird. Dieſer ſcheint ſich in einem moraſtigen, durch Gras und Rohr ganz undurchdring⸗ lichen See nach einem langen Laufe zu verlieren; kommt aber in der Geſtalt eines ſchoͤnen und tiefen Fluſſes bei dem Dorfe Barakonda wieder. Man verſichert ferner, daß der Niger, in einiger Entfer⸗ nung von Barakota, ſich wieder in 2 Aeſte tbeile, deren ſuͤdweſtlicher das goldreiche Koͤnigreich Bam⸗ buk durchfließt. Er heißt Fluß Falemes, und hat fruchtbare und mit Doͤrfern verſehene Ufer. Oberhalb Guͤjon im KFoͤnigreiche Galam faͤllt er wieder in den Niger. Endlich gibt man noch als ganz gewiß vor, daß der Niger nochmals ſich in 2 Arme theile⸗ welche die betraͤchtliche Inſel Baba Degu bilden ſollen. Der linke heißt der Schwarze, der rechte aber der Weiße. Zwanzig Meilen oberhalb des Waſ⸗ ſerfalls Guina vereinigen ſie ſich wieder zu Kaſſu⸗ und machen alsdann ferner den Niger aus.

Gegen Oſt vom See Maberia befindet ſich das Koͤnigreich Guinbala, in welchem der Guien jfließt, welcher auch durch das ſehr Gold-, Selaven⸗ und Elfenbeinreiche Koͤnigreich Tombuͤt ſtroͤmt.

Der Niger traͤgt zu allen Zeiten Barken von 40 60 Tonnen, von ſeinem Ausfluſſe bis Dongel, welches 140 Meilen von der See entfernt iſt. Hier laͤuft eine Felſenbank durch die Mitte des Fluſſes,