Dieſe ſind faſt ganz nackt; ein kleiner Guͤrtel von Kattun umgibt die Lenden. Reis, Hirſe und Fiſche ſind ihre Nahrung. Ihre Gebieter ſind Herren uͤber Leben und Tod. Die Schaͤtze, welche die Erde in ihren Goldminen und andern Produkten ihnen darbie⸗ tet, bleiben unberuͤhrt. Traͤgheit, Tanz und andere Zerſtreuungen ſind ihre ganze und hochſte Glückſelig⸗ keit; ihr Hausrath ſind ihre Geraͤthe und ihre Waffen. Dieſes Elendes ungeachtet bleiben ſie ihren Koͤnigen treu.
Die Geſtalt Afrikas gleicht einer untegelmaͤßi⸗ gen Pyramide, deren gegen Nord gekehrte Grundſeite das mittellaͤndiſche Meer beſpuͤhlt. Ein Theil der öſtlichen Seite wird vom rothen Meere und das ganze uͤbrige vom ſuͤdlichen und weſtlichen Deean umgeben. Seine Breite an beiden Seiten der Mittags⸗Linie betraͤgt 70 1/20. Den Grad zu 20 Meilen gerechnet, hat dieſer Erdtheil von Nord gegen Suͤd eine Aus⸗ dehnung zu 1440 Meilen, und von Weſt gegen Oſt 1600 Meilen. Afrika iſt ferner eine Halbinſel, welche durch eine Erdzunge mit dem Feſtlande Aſiens zuſammen haͤngt. Dieſe iſt ungefaͤbr 20 Meilen lang, und heißt von der Stadt Suei: die Erdzunge von Suez.
Die Mittags⸗Linie theilt Afrika faſt in zwei gieiche Theile, geht zwiſchen der Inſel St. Thomas und dem Vorgebirge Lopez, dem Koͤnigreiche Makoko und dem Reiche Monoemngi und theilt


