Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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wegen der Freilaſſung der Gefangenen zu berathen und Haſſan dazu zu beſtimmen. Saleh, ein wuͤr⸗ devoller Mann milden Anſehens, hatte viel Einfluß durch das Vertrauen, welches er beim Viekoͤnig in Aegypten genoß, und alle Scheiks, bis auf Haſ⸗ ſan, beſchloſſen ſogleich die Freilaſſung der Reiſen⸗ den, als Leuten, die gut beim Paſcha angeſchrieben waͤren. Endlich gab ſich am anderen Tage auch Haſ⸗ ſan, der nicht nur in die Freilaſſung einwilligte, ſondern der er hatte jetzt wohl andere Plane ſich ſogar erbot und ſich bereitete, die befreiten Reiſenden ſelbſt nach Cairo ſicher zu geleiten.

So wurden Carne und ſeine Gefaͤhrten frei. Frei⸗ lich hatte zwar der Diener Carne's, der erkrankt im Kloſter geblieben war, an dem Tage nach der Gefan⸗ genſchaft ſeines Herren einen Kamelreiter nach Cairo geſandt, um den engliſchen Conſul um Huͤlfe anzurufen, die auch von dem Kiaya⸗Bey in Cairo angeordnet wurde, allein die Araber, die mit Adleraugen alle

Bewegungen in der Wuͤſte beobachten, haͤtten nur zu

leicht ihre Gefangenen fortſchleppen und ſich den Mi⸗ lizen entziehen koͤnnen.

Die Befreiten reisten nun gerade nach Cairv ab. Im Palmenthale Hirondel kam der von ſeinem Fieber geneſene Diener Carne's, Michael, mit dem Gepaͤcke bei der Caravane wieder an. Dann ging es nach Suez und die Reiſenden trafen am ꝛ0ten Tage, nachdem ſie das Lager ihrer Raͤuber verlaſſen hatten,