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wohnte ein Araber mit ſeiner Familie. Er war ſehr wild, als er zu bemerken anfing, daß die Reiſenden auch ſeinen Harem zu beſuchen vor haͤtten, zog ſein langes Schwert und drohte damit Rache zu nehmen. Der Ritt nach Eſſouam zuruͤck durch die Wuͤſte ge⸗ gen Untergang der Sonne war ſehr angenehm und eben ſo behaglich ein nachheriges Bad im Nil.
Die Waſſerfaͤlle des Nil, einige Meilen ober⸗ halb Sſſouam ſind von geringer Bedeutung, da ſie nur einige Zoll Fall haben, obgleich ſie weit rauſchen.
Hier war der Wendepunkt von Carne's Schifffahrt, und er erreichte Esneh, Luror u. ſ. w. bald wie⸗ der. Auf dem Ruͤckwege nach Dheben beſuchte er Morgens die Graͤber der Koͤnige. Die Graͤber lagen amphitheatraliſch an den nakten und ſteilen Berg⸗
Spitzen. Mitten durch dieſen Begraͤbnißplatz laͤuft ein tiefer Einſchnitt und von deſſen Ende geht man in die Wohnungen der Todten. Nachdem Carne mit dem Araber Dsmin, der die Schluͤſſel bewahrte,
viele Stufen hinabgeſtiegen war, wurde das Thor des groͤßten Grabes geoͤffnet und mit einiger Senkung des
Bodens kamen ſie in verſchiedene Kammern, deren
14 in dem Felſen ausgehauen, und die Mauern und
Decken ganz wohl erhalten ſind, da die aͤußere Luft
bier nicht eindringen kann. Die Gemaͤlde haben noch ein friſches Ausſehen, die Figuren ſind ſchoͤn und tief
im Felſen ausgehauen und haben helle oder dunkel⸗
blaue, gelbe vder rothe, mit etwas weiß vermiſchten


