Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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bekanntlich der jetzige Viekoͤnig ſo viele Mamelu⸗ ken ermorden ließ.

Die Straßen Cgiro's von Kleigrund ſind hart, aber nicht gepflaſtert und werden zur⸗Verminderung des Staubes mit Waſſer beſprengt, indem Kamele mit undichten Waſſerſchlaͤuchen durch die Straßen ge— trieben werden. An dem großen Marktplatz, Birket genannt, liegt zur einen Seite der Palaſt des Paſcha, an der andern das Quartier der Kopten. Im Drient ſind vorſpringende obere Stockwerke und enge Gaſſen ganz zweckmaͤßig, da Schatten eine Wohlthat iſt. Aus den Fenſtern hat man mit Lattenwerk oft eine Art verſchloſſenen Bauers nach der Gaſſe hinaus gebauet,

in welchen die Bewohner gern ſitzen, um wahrzuneh⸗

men, was außen vorgeht, ohne ſelbſt geſehen zu wer⸗ den. In die Saͤle der Hauſer dringt vermoͤge der Bauart faſt niemals ein Sonnenſtrahl. Alle Hauſer Cairo's haben platte Daͤcher. Auf dieſen Deraſſen ſpaziert man im Mondſchein ſchlafloſer Naͤchte. Letz⸗ terer iſt ſo klar, daß man in ſolchem gedruckte Schrif⸗ ten leſen kann. Nahe bei Cairo am Wege nach der Wuͤſte liegt der Begraͤbniß⸗Ort der Mameluken; der Frächtigſe in Aegypten. Hier ruhen die eint maͤchtigen Bey's in einer Folgenreihe von Generativ⸗ nen. Die einzelnen Grabmaler haben die verſchieden⸗ ſten Formen, und manche ſind praͤchtig. Ueber ſolche woͤlben ſich Dome, von leichten Saͤulen getragen, deren einige mit Schnitzwerk geſchmuͤckt ſind. In