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förmig, ſo daß das geringſte Ereigniß ein bohes In⸗ tereſſe gewaͤhrt. Wir fingen ſchon an, der Windſiille muͤde zu werden, welche uns gar nicht von der Stelle kommen ließ, als ſich am dritten Tage, nachdem
wir Rhodus aus dem Geſichte verloren hatten, ein heftiger Wind erhob, der ſich bald in Sturm umwan⸗ delte. Furchtbar tobte das Meer. Das Schiff, bald hoch emporgehoben, bald in den Absrund begraben, rang nur mit Muͤhe mit dem emxoͤrten Elemente. Ich hatte mich auf das Verdeck begeben, um mich leich⸗ ter in das Meer werfen zu konnen, im Fall das Schiff geſcheitert waͤre. Einen der Maſte hielt ich feſt um⸗ klammert, denn niemand, ſelbſt nicht die Matroſen, konnten ſich mehr aufrecht erhalten. Der Sturm und das Brauſen der Wogen, das Krachen der Maſten⸗ das Geſchrei der Matroſen, alle dieſe Schreckensſeenen, die eine noch ſchrecklichere Kataſtrophe verkuͤndeten, verurſachten mir indeſſen, ich kann es mit Zuverſicht behaupten, keine Furcht.— Ich war ganz verloren in das erhabene Schauſpiel, das ich vor Augen hatte; nie ſchien mir die Natut ſo großartig und die Macht des Schöpfers ſo unverkennbar. Es war eins der ſchoͤnſten, furchtbaren Schauſpiele, die die Natur her⸗ vorbringen kann. Ein aͤhnliches hatte ich zwei Jahre
vorher in einer Dezember⸗Nacht bewundert, einen Ausbruch des Veſuvs, wo drei Lavaſtröme vom Berge
ſich herabwaͤlzten. Ich hatte dort ſo recht den Kampf
und den Aufruhr der Elemente Leſchen, jene do neſ⸗


