Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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306 Viertes Buch.

Im Hafen von wlerandrien angekommen, fan⸗ den wir endlich ein Schiff, welches oͤſterreichiſche Flagge fuͤhrte und uns aufnahm. Welche Freude fuͤr uns, den Augenblick unſerer Abreiſe aus dieſem ver⸗ peſteten Lande, auf dem ein ewiger Fluch zu laſten ſchien, herannahen zu ſehen! Es war Alles bereitet, als in der Nacht, die den Tag unſerer Abreiſe bringen ſollte, mehrere Kanvnenſchuͤſſe, die vom Hafen aus beantwortet wurden, irgend ein beſonderes Ereigniß verkuͤndeten.

Dieſes kriegeriſche Signal verkuͤndete die un⸗ erwartete Ankunft des Vizekoͤnigs, der Tag und Nacht von Cairo aus gereist war, um ſeine Flotte zu vr⸗ ganiſiren und alie noͤthigen Maaßregeln zur Vertheidi⸗ gung des Landes zu ergreifen. Eine unbeſchreibliche Bewegung verbreitete ſich ſogleich uͤber den Hafen; auf alle Schiffe ward Embargo gelegt und auch das unſerige war mit eingeſchloſſen. Welcher Schreckens⸗ Schlag fuͤr uns! Mein Gatte bat den Paſcha inſtaͤn⸗ digſt, zu unſern Gunſten eine Ausnahme zu machen und uns die Erlaubniß zur Abreiſe zu ertheilen. Aber die Bewilligung dieſer Erlaubniß, die auch von den europaͤiſchen Konſuln fuͤr die Schiffe ihrer Regierun⸗ gen verlangt wurde, wurde von ihm nicht ertheilt, und, was uns betraf, ſo ußerte er, er haͤtte geglaubt, wir waͤren ſchon loͤngſt abgereist.