Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Gegend, die mehrere Meilen lang ſich mit einer ho⸗ hen Gebirgskette endigt, welche vom Berge Ida her⸗ abſtreift. Auf der Oſt⸗ und Weſtſeite iſt die Stadt von ſumpfigem Boden umgeben, welcher wegen ſeiner Naͤhe die Einwohner Wechſel⸗Fiebern ausſetzen muß. Auf der Oſtſeite befindet ſich ein ſchoͤner Wald von Sycomoren.

Die Einwohner zu Chenneeally holen wegen ihres ſalzigen und unangenehmen Waſſers daſſelbe aus den benachbarten Quellen. Auf der ziemlich angebau⸗ ten umliegenden Ebene findet man eine Menge Wein⸗ berge; außerdem noch etwas Baumwolle, Hanf und verſchiedene Arten von Getraide. Zum Ackerbau und zu andern Geſchaͤften bedient man ſich der Kamele und Buͤffel. Die Stadt iſt aͤußerſt ſchmutzig, die Straßen ſind ſehr enge, und die Haͤuſer elend gebaut.

Wildpret iſt zu Chenneeally in großer Menge zu haben; dieſes iſt auch der Fall mit tuͤrkiſchen Huͤh⸗ nern, Gaͤnſen, Enten und anderem Federviehe. Man trifft beſtaͤndig einen trefflichen Vorrath von Gemuͤße und jede Art von Obſt an, wenn es die gehorige Jah⸗ reszeit iſt. Der Chenneeallyſche Wein ſchmeckt angenehm, und iſt wohlfeil. In dieſem Drte befindet ſich auch eine Thon⸗Fabrik und Leder⸗Manufaktur.

Die Dardanellen werden durch vier Schloͤſſer vertheidigt, welche mit einer großen Menge Kanvnen und andern, mit mehrern von ſehr großem Kaliber, be⸗

ſetzt ſind. In einer von dieſen Kanonen ſah unſere 42tes B. Aegypten. III. 2. 3