170 Wohl haben die Griechen auch manches ihnen ſchaͤdliche Vorurtheil in ihrer Religion; auch zu viele Geiſtliche und Moͤnche; doch ſind dieſe letzteren noch thaͤtig, und leben nicht ganz wie die Faulbaͤuche der Tuͤrken, von anderer Habe zehrend. Ueberhaupt wuͤrde Morea unter einer anderen Regierung große Fortſchritte in der Civiliſation ma⸗ chen; nur die Woiwoden, Kadis, Agas, Ja⸗ nitſcharen und Muſelmaͤuner hinaus gejagt! Daun ſind die tuͤrkiſchen Sitten kein Hinderniß der ſteigenden Kultur mehr. Mit dieſen verſchwinden dann Stolz, eitler Sinn, Habſucht und Faulheit, Geldbegierde, Rohheit in Luͤſten und andere Bar⸗ barei.
Iſit gleich der Luxus der Luͤrken in ihren Klei⸗ dungen und Speiſen nicht groß, ſo iſt er es doch in Tabakspfeifen und Pferdeſchabracken, in Geſchmeide und andern Dingen, an welchem oft die Thraͤnen der Griechen zu ſchimmern ſcheinen. Iſt auch das Haus der Tuͤrken von Auten nicht ſehr praͤchtig, ſo ruht doch im Innern die Tuͤrkin wie der Tuͤrke auf pracht⸗ vollem Raube, trinkt Scherbet, Branntwein, raucht Tabak aus Pfeifen, die oft 300 Piaſter koſten, und lebt ſorglos unthaͤtig, als die Drohne Griechen⸗ lands, ohne Kuͤnſte zu heben, oder zu ſchaͤtzen, ohne den Ackerbau zu befoͤrdern, ohne die Wiſſenſchaften zu treiben und zu pflegen, auf nichts denkend Tag


