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gua⸗Thal ſteht ein großes ſteinernes Kreuz auf ei⸗ nem ſteinernen Fußgeſtelle zur Erinnerung für die Reiſenden, daß ſie allen Gefahren einer beſchwerlichen und ſchrecklichen Reiſe gluͤcklich entgangen ſeyen. Die Ausſicht gegen Suͤd eroͤffnet vor uns die reichen Thaͤ⸗ ler Thuillete, zwiſchen deren uͤppigem Gruͤne tauſend Stroͤme ſich ſchlaͤngeln. Ihre glaͤnzenden und mannigfaltigen Windungen endigen ſich in dem Bette des Aragua(des Aragus der Alten), der mit ſeinem vermehrten Waſſer majeſtaͤtiſch nach Säd zwiſchen der hohen Kette der Kumlis⸗Zighe⸗Gebirge auf der Weſt⸗ und jener der dicht bewaldeten Gheff und Mogheff(Gog und Mogog) auf der Oſt⸗Seito fließt. Dieſe arkadiſche Ausſicht macht einen herrli⸗ chen, hoͤchſt einladenden Kontraſt mit der gegen Nord, wo Kälte, Unfruchtbarkeit und Schrecken herrſcht, und wo man nichts ſieht, als die blaſſen und in Wolken gehuͤllten Spitzen des Kaſibek und ſeiner Felſen⸗ Waͤnde.
Bei dem Hinabſteigen mußten 10— 42 Soldaten die Wagen mit Seilen zuruͤckhalten, damit ſie nicht auf die Pferde ſielen, welche ſich kaum ſelbſt auf den Hinterbei⸗ nen halten konnten. Nach Ueberwindung dieſer Ge⸗ fahr mußten wir eine noch groͤßere und fuͤrchterliche bei dem Aufwege uͤber den Berg Guthd⸗Gara be⸗ ſtehen. Man kann ſich gar keine Vorſtellung von die⸗ ſem Wege machen. Er war nicht uͤber 140— 42 Fuß breit und wand ſich um den Berg in ſeinem ganzen


