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det man in den kleinen ruſſiſchen Staͤdten und Doͤr⸗ fern ſelten. In der von dem Grafen Platow errich⸗ teten trefflichen Schule finden ſich wegen des kriegeri⸗ ſchen Charakters der Einwohner nicht ſo viele Zoͤglin⸗ ge, als man bei der Bevoͤlkerung der Stadt glauben ſollte. Einfach in ihren Beduͤrfniſſen, beſchraͤnkt in ihren Anſichten und bloß damit beſchäftigt, ſich im Beſitze ihrer kleinen Familien⸗Annehmlichkeiten zu erhalten, denken die Koſaken noch nicht an die Verſchwendungen des Lebens und an die Verbreitung von Kenntniſſen, ſondern wenden alle ihre Geiſtes⸗ Kraͤfte auf die Verfertigung und geſchickte Handha⸗
bung der Waffen. Die Picke, die Waffe der Vorfah⸗
ren, wird von den braven Koſaken, als eine Art von Schutz⸗Gottheit betrachtet.
Die wirkliche Dienſtzeit bei dieſen erblichen Krie⸗ gern des Don hoͤrt im Kriege bloß mit ihrem Leben oder ihrer Tauglichkeit auf; allein im Frieden ſind 4 Jahre die regelmaͤßige Dienſtzeit bei einem Regi⸗ mente; dann werden ſie von andern abgeloͤst, welche nunmehr ihre Dienſtzeit beſtehen, und ebenfalls ab⸗ gelost werden. Die namentliche Dienſtzeit eines Ko⸗ ſaken iſt 25 Jahre. Der Koſak ſchafft ſich die Waf⸗ fen, die Kleidung und das Pferd ſelbſt an. Im Dien⸗ ſte erhaͤlt er vom Kaiſer eine Reiter⸗Portion, und die doppelte Ration fuͤr ſein Pferd. Verliert er ſein Pferd im Felde, ſo bekomit er Geld, um ein anderes in


