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mag wohl die Tracht aller Perſerinnen im Harem bei heibem Wetter ſeyn. Jedes Land, ſede Stadt hat feinen eigenen Laͤrm. In vielfachen Doͤnen rufen mit Tagesanbruche die Mueſſins das Volk zum Gebete; damit miſchen ſich die Toͤne der Kuͤhhoͤrner von dem Hummums⸗Haltern geblaſen, um die Weiber zum Bade zu laden. Dieſe Hoͤrner erregen ein furchtba⸗ res Geheul aller Hunde in der Stadt. Gewoͤhnlich laſſen ſich auch um dieſe Zeit die Eſel in der Stadt hoͤrenz dann ſchreſen wieder tauſend Haͤhne dazwiſchen, welches nebſt dem beigaͤngigen Laͤrme von einander zurufenden, an die Thuͤre klopfenden Perſonen, ſchreienden Kindern ein Geraͤuſch macht, welches europaͤiſchen Bhren ganz ungewoͤhnlich iſt. Im Sommer werden faſt alle Ver⸗ richtungen im Freien vorgenommen. Nachts ſchlaͤft man auf den Terraſſen, wo der Himmel die Decke bildet. Da die Armen keinen Schirm hatten, um ſich den Augen der Voruͤbergehenden zu entziehen, und da wir gewoͤhnlich fruͤh ausritten, ſo ſahen wir oben auf den Haͤuſern Leute noch im Bett odereben aufſtehend. Die Frauen ſchienen immer am fruͤheſten auf zu ſeyn, waͤhrend die Maͤnner haͤufig noch lagen, wenn die Sonne ſchon lange herauf war.
XV. Durch Staats⸗Briefe meldete der Statthal⸗
ter von Georgien, daß er zu Friedens-Unterhand⸗
lungen auf die Grenzen kommen wolle. Sofort ver⸗
ließ er die Stadt, und reiste am 7. September mit
dem Kronprinzen ab, welcher zu Ak Tappeh den Ge⸗
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