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wird von Portugieſen und Muhametanern bewohnt, welche letztere eine ſchoͤne Moſchee haben. Die ge⸗ meinen Leute ſind mit einem Stuͤckchen Zeug bis an die Knie umguͤrtet, ein anderes hing uͤber ihre rechte Schulter. Die Maͤnner ſind entbloͤßt am Arme; nicht ſo die Weiber, deren Kleidung uͤber die Waden hinabreicht, und welche mit ihrem Haarſchnitte prang⸗ ten. Die Maͤnner tragen baumwollene Muͤtzen, theils glatt, theils mit Federn oder Ziegenſchwanzen. Die Weiber binden Tuͤcher um ihren Kopf, und laſſen die Krone offen, oder Streifen von blauen oder weißen Katun hervorleuchten. Andere laſſen ihre Haare lang wachſen, und flechten ſie wie eine Pferdemaͤhne, in welchen ſie Korallen oder Glasknoͤpfchen einreihen. Andere, vorzuͤglich nahe am Fluſſe, tragen auf ihren Kronen mehrere Pferdeſchellen, welche ihnen das Aus⸗ ſehen des vorderſten Pferdes eines Zuges geben. Ihr Hausgeraͤthe beſteht gewoͤhnlich in einer kleinen Klei⸗ derkiſte, um eine Matte daruͤber zu legen, in einem Waſſerkruge, in einigen hoͤlzernen Moͤrſern, worin ſie ihr Korn ſtoßen, und in einigen Koͤrben, es zu ſieben. Sie ſorgen nur fuͤr die Gegenwart, und verkaufen gleich ihren Ueberfluß. Blos Tabak haben ſie vorraͤ⸗ thig. Ihre Pfeifen ſind aus roͤthlichem Thone, und die Roͤhren aus Schilf s— 6 Fuß lang. Ihre Huͤtten haben einen Umfang von 4— 13 Ellen, ſind aus Lehm und Thon zuſammengeſetzt, theils mit langem Graſe, theils mit Palmblaͤttern bedeckt. Ihre Thuͤren ſind


