Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Wenig iſt in der Stadt der Aufmerkſamkeit eines Beobachters wuͤrdig.

Algier, welches ehemals den Namen Mes⸗ gana fuͤhrte, heißt in der Sprache der Tuͤrken Al Sgeteire, die Inſel, deßwegen ſo genannt, weil ſie in der Nachbarſchaft der oͤſtlichen Muͤndung des Hafens gelegen war. Vor der Zeit der tuͤrkiſchen Er⸗ oberung war er von dem feſten Lande getrennt. In urkunden und oͤffentlichen Briefen heißt die Stadt: Al Ze⸗zeire Megerbie, d. i. Inſel im We⸗ ſten, zum Unterſchiede einer Stadt gleiches Namens bei den Dardanellen.

Die Högel und Thaͤler von Algier ſind durch viele Gaͤrten und Landhaͤuſer ſehr verſchoͤnert. In denſelben halten ſich die Einwohner vom Stande, be⸗ ſonders waͤhrend der heißen Zeit des Sommers auf. Alle dieſe Gaͤrten ſind mit Melonen, Dbſt, Garten⸗ und Kuͤchen⸗Kraͤutern im Ueberfluſſe verſehen, und werden durch viele Quellen und Baͤche bewaͤſſert.

Vier Meilen gegen Suͤdoſt von Algier iſt der Fluß Harateh(der alte Savus) mit einer ſchoͤnen Bruͤcke. Von dem anſehnlichen Strome Hamäſe kommt man nach Temendfuſe oder Metafus, ei⸗ nem niedrigen Kap, mit einem Tafelboden, wie die Seeleute einen flachen Huͤgel nennen, welcher ſich in der Mitte deſſelben erhebt. Zur Sicherheit der be⸗ nachbarten Rheden haben hier die Tuͤrken ein klei⸗ nes Kaſtell. Hier findet man noch Spuren von einem