Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

,

137

werden Im Kreiſe nebeneinander geſtellt, inwendig bleibt ein großer Raum leer, in deſſen Mitte ein Haus ganz allein ſteht, in welchem vermuthlich der Alcaide wohnt. Der Kaiſer laͤßt jaͤhrlich durch einen ſeiner Aleaiden den Tribut von ihnen einfor⸗ dern. Wenn dieſe Nomaden ihren Wohnplatz verlaſ⸗ ſen, ſo laden ſie ihre Sachen auf Kuͤhe, Dchſen und Kamele, und belegen ſie mit Saͤtteln, auf welche ſie ihre Weiber und Kinder in breiten Weidenkoͤrben ſetzen. Dieſe Voͤlker brachten uns gegen Abend viel Cus⸗ couſou und andere Lebensmittel. Die Schuͤſſel mit dem Cuscouſon war ſo groß, daß ſie kaum zwei Leute forttragen konnten. Wir fielen mit großer Erluſt uͤber denſelben her, konnten ihm aber nicht viel anhaben, daher wir den Reſt unſern Stallknechten gaben, welche denſelben mit vieler Geſchicklichkeit in ihren Haͤnden zu runden Kugeln geſtalteten, und dann aßen. Wenn der Baſſa in ſeiner Statthalterſchaft reiſt, ſo echaͤlt er von ſeinen Unterthanen alles unentgeltlich, was er

fuͤr ſeine Kuͤche nöthig hat.

Den 1s. ſetzten wir uͤber den Fluß Elmahaß ſen, welchen die Schlacht zwiſchen dem Koͤnige Se⸗ baſtian von Portugal und den Mohren berühmt gemacht hat. Sebaſthan verlor die Schlacht und ſein Leben. Die geſchlagenen und zerſtreuten Portu⸗ gieſen wollten nicht glauben, daß ihr Koͤnig in der Schlacht geblieben ſey, ſondern liefen herum und ſchrien; Onde eſta el Rey?(Wo iſt der Koͤnig ²)