Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſchien en in gar keinem Verhaͤltniſſe mit ſeinem Rufe zu Kohen; ſie erſtaunten, daß eine ſo tapfe Armee einem Befehlshaber gehorche, deſſen Kleidur nicht glaͤnzender war, als die ſeiner Soldaten, u ſie konnten nicht glanben, daß ein Mann von ſolck Statur die Welt habe erſchuͤttern koͤnnen. Dieſe! guͤnſtige Meinung ſchwand nach und nach vor d Glanze ſeiner Thaten, und bald ſtand Napole vor den Augen der Aegypter in der ganzen Hoheit ſe ner Siege.

Der neue DOber⸗General dagegen brauchte ſich bloß der Menge zu zeigen, um ihr Ehrfurcht ein⸗ zufloßen. Die Natur hatte ihm eine jener glucklichen Geſtalten verliehen, welche zugleich Liebe und Achtung einfloͤßen. Kleber beſaß alle Vortheile des Aeuße⸗ ren; ſeine Zuͤge waren regelmaͤßig und ſchoͤn; ſein ruhiger, ſtarker Geiſt ſpiegelte ſich in der Maſeſtaͤt ſeiner Geſtalt; in ſeinem Gange, in ſeinen Bewegun⸗ gen druͤckte ſich ein gewiſſer Stolz aus, den man in erſtem Augenblicke fuͤr Hochmuth haͤtte halten koͤn⸗ nen; ſein hoher Wuchs, das edle Verhaͤltniß ſeiner Glieder verliehen ihm ein ſo heroiſches Anſehen, daß ihn die Soldaten ſchon ſeit langer Zeit den franzd⸗ ſiſchen Mars genannt hatten.

Der Charakter Klebers entſprach ganz den Er⸗ wartungen, welche ſein Anblick erregte; er beſaß Herz und Geiſt der Alten. Voll Klugheit und Umſicht in ſeinen Planen, vollzog er ſolche mit angemeſſener