51
rleidet war, und die Statue der Goͤttin der Geſund⸗ heit, Higtea, gleichfalls in einem Gewande und mit Haarlocken behaͤngt, welche die Frauen ſich ab⸗ ſchneiden und der Goͤttin weihen.
Zu Phlius, einer kleinen und armen Stadt in Griechenland, hielten wir uns einige Tage auf.
Von Sieyon nahmen wir unſern Weg nach Achaja, welches ſich bis an das Vorgebirge Ara⸗ rus, der Inſel Cephallenia gegenuͤber erſtreckt; ein ſchmaler Landſtrich, ſuͤdlich von Arkadien und Elis, noͤrdlich vom krifaͤiſchen Meere umgeben. Felſen machen ſeine Ufer umzugaͤnglich, der Boden er⸗ zeugt nichts ohne viele Muͤhe; zuweilen trifft man guten an.
Die kleine Stadt Pellene iſt unregelmaͤßig um einen gebaut; ihr Hafen iſt ſechzig Stadien entfernt. Zu Pellene ſahen wir einen Baechus⸗ Lempel, einen der Diana geheiligten Hain, welchen nur ihre Diener betreten duͤrfen, und einen Miner⸗ va⸗Tempel mit einer ſchoͤnen Bildſaͤule dieſer Goͤrtin.
Wir begaben uns nun nach Aegira, welche Stadt, zwoͤlf Stadien vom Meere, viele Kunſtdenk⸗ male und ein beruͤhmtes Drakel hat. Noch weiter hin beſuchten wir die Ruinen der Stadt Helice, welche zwoͤlf Stadien vom Meere durch ein Erdbeben zerſtoͤrt ward. In der Stadt Aegium, vierzig Sta⸗ dien von Helice, wurden die Erdſtoͤße nicht gefählt⸗ In der Stadt Bura, welche um nichts näher ſtand


