Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30

gegen ſind die Weiber der Berg⸗Mauren, welche faſt den ganzen Tag unter freiem Himmel zubringen, und halb nackt gehen, von Jugend auf dunkelbraun und nußfar big.

Die Kleidung der meiſten Mauren iſt nach ihren Vermoͤgens⸗Umſtaͤnden verſchieden. Einige hatten gar keine Kleidungs⸗ Stuͤcke; andere trugen nur ein leich⸗ tes Beinkleid. Die Aermeren wickeln ſich in ein Stuͤck Zeug, welcher einige Ellen lang iſt. Verſchiedene hat⸗ ten eine Art von Weiber⸗Hemden, oder auch eine wollene Weſte ohne Aermel, welche bis an die Knie reichte. Die reichſten tragen uͤber dieſe Kleidung noch eine Art Schulter⸗Mantel mit einer Art von Kopf⸗ Bedeckung.

Die Weiber bedienen ſich des naͤmlichen Zeuges zu ihren Kleidern, wie die Maͤnner; das Haar flechten ſie in mehrere Zoͤpfe, welche auf die Schultern herab⸗ fallen; mit eiſernen Ringen, und zuweilen mit Koral⸗ len zieren ſie Dhren, Arme und Beine. Zur Schmin⸗ ke dient ihnen Spießglas mit Schießpulver vermiſcht, mit welchem ſie in der Haut, beſonders uͤber den Au⸗ genbraunen einige unausloͤſchliche Zeichnungen machen. Aehnliche Zeichnungen machen ſich die Maͤnner ge⸗ woͤhnlich auf den Armen, in der Gegend des Magens, und uber der Handwurzel. Auch ſah ich die Nägel an den Haͤnden mehrerer Kinder gelbroth gefaͤrbt. Angeführte Kleider⸗Tracht iſt den nomadiſtrenden

Arabern eigen; ſie unterſcheiden ſich von denen, wel⸗

N