Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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und Todesmuth, wie ſolchen die Weltgeſchichte nur ſelten aufzuweiſen hat. Was ſich nach der Kataſtrophe von Vilagos in kriegeriſcher Beziehung weiter zugetragen, waren nur die

letzten Kampfeszuckungen nach ungeheurer Kraftanſtrengung, des Sterberöcheln eines überwundenen Volkes.

Die Trümmer der Theißarmee theilten ſich in Lugos. Der unermüdliche General Bem vermochte nur einen Theil des Heeres zu fortgeſetztem Kampfe zu bewegen; die größere Zahl folgte Görgei's Aufforderung und übergab ſich den Ruſſen. Desgleichen ward Veeſeh's Corps, das noch am geordnetſten war, nachdem es ſeine geſammte Artillerie verloren, gezwungen, ſich den Ruſſen zu überliefern.

Bem und Guhon wandten ſich mit ihren treugebliebenen Ueberbleibſeln nach Siebenbürgen, wurden aber von der öſterreichiſchen Hauptmacht auf allen Seiten gedrängt und umzingelt. Der alte Dembinſti, der bisher immer noch tapfer ausgehalten, erklärte unter ſolchen Umſtänden den Kampf nicht länger fortſetzen zu können. General Kmeth allein bietet mit viertauſend Mann der zehnfachen Ueber⸗ macht noch Trotz. Er nimmt den Kampf auf, um den Weg nach dem Süden zu decken. Er hält ſich mit der tapfern Schaar einen halben Tag und dann muß auch er weichen.

Bem und Guhon erreichen mit ihren bis zur Wider⸗ ſtandsloſigkeit geſchmolzenen Corps das Städtchen Dobra.