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„Dieſe paar Stunden“, rief Koſſuth,„gehören uns allein, und kein Mißklang der Außenwelt ſoll in dieſes kleine ſtille Eden hereindringen.“ Er erzählte dem kleinen Kreiſe heitere Erinnerungen aus ſeinem Jugendleben, wobei es auch an mancher drolligen Anekdote nicht fehlte.
Wie ein angenehmer Traum floh die kurze Spanne Zeit vorüber, die der Gouverneur Ungarns ſeiner Erho⸗ lung vergönnt hatte. Etelka wie Benno entſannen ſich nicht, je frohere Stunden verlebt zu haben.
Dem heitern Nachmittag folgte ein wunderſchöner Frühlingsabend. Von der Abendſonne umgoldet, leuchtete Ungarns Tricolore von den Thürmen Ofens herüber.
Erſt mit Einbruch der Dunkelheit fuhr die Geſell⸗ ſchaft nach Peſth zurück. Koſſuth begab ſich ſofort in ſein Arbeitskabinet, wo ſich während der kurzen Zeit ſeiner Abweſenheit Depeſchen, Briefe, Berichte und Anfragen aller Art angehäuft hatten. Der Gouverneur arbeitete faſt die ganze Nacht, und bereits am folgenden Tage erſchien der von ihm in dieſen Stunden verfaßte Proteſt der ungariſchen Nation gegen die Invaſion der⸗Ruſſen, worin es hieß:„Die ungariſche Nation, angegriffen in dem innerſten Marke ihres Staatslebens, bändigte mit Hülfe des allmächtigen Gottes die Revolte, welche gegen Geſetz und Conſtitution durch ſchändliche Intrigue und Gewalt angefacht wurde. Das Land hat die öſterreichiſche


