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zwanzigtauſend Mann ſtark im öſterreichiſch⸗italieniſchen Heere ſtehen, erlaſſen. Sie ſollen auf piemonteſiſches und toskaniſches Gebiet übertreten, von wo ſie auf ſardiniſchen Schiffen bald nach Fiume übergeſetzt werden können.“
Etelka war an das Fenſter getreten. Sie ſchien noch etwas auf dem Herzen zu haben, was ihr ſchwer wurde, dem Gouverneur mitzutheilen. Endlich trat ſie wieder auf Koſſuth zu.
„Lajos“, begann ſie,„ich darf Dir's nicht länger verheimlichen, meine trüben Nachrichten find noch nicht zu Ende.“
Koſſuth blickte erwartungsvoll auf.
„So wiſſe“, fuhr das Mädchen fort,„daß die Allianz Oeſterreichs mit Rußland zur Bekämpfung Un⸗ garns eine vollendete Thatſache iſt.“
Der Gouverneur ward durch dieſe verhängnißvolle Nachricht nicht in dem Grade ergriffen, als Etelka er⸗ wartet hatte.
„Dieſe Allianz“, ſagte er,„kommt mir nicht ganz überraſchend. Ich habe ſie vorausgeſehen und auch meine Maßregeln in dieſer Beziehung getroffen. Rußland wird aller Wahrſcheinlichkeit nach zunächſt Siebenbürgen an⸗ greifen. General Bem, den ich deshalb dorthin entſendet, wird den Erwartungen, die ich auf ſein Genie geſetzt, gewiß entſprechen.“


