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nächſter Nähe ein„Wer da?“ das ſich zweimal wieder⸗ holt. Erſchrocken eilt ſie hinter die Bäume zurück. Da blitzt es auf. Ein Schuß fällt, eine Kugel ſchlägt durch die Zweige. Es entſteht Lärm. Männertritte werden vernehmbar. GEtelka ſinkt in die Kniee. Dieſer Stellung verdankt ſie ihre Rettung. Das niedrige Gebüſch zwiſchen den Baumſtämmen entzog ſie den Blicken der Soldaten, die mit Handlaternen den Wald durchſuchten und aufs Gerathewohl ihre Gewehre abfeuerten.
Als ſich Etelka bei Koſſuth melden ließ, trat dieſer in erwartungsvollſter Aufregung ihr entgegen.
„Mein guter Genius“, rief er,„ich erwarte Dich mit Schmerzen bereits ſeit drei Tagen.“
„Danke dem Himmel“, erwiderte das Mädchen, nach⸗ dem er ſie auf das Sopha geleitet,„daß ich überhaupt gekommen. Bald hätteſt Du Etelka nicht wiedergeſehen.“ Sie erzählte ihr nächtliches Abenteuer mit dem öſterrei chiſchen Vorpoſten. Koſſuth drückte ihr theilnehmend die Hand und erwiderte:
„Ein guter Engel wandelt Dir zur Seite.“
„Ich wünſchte nur“ fuhr Etelka fort, und ihre Stimme wurde ſehr ernſt,„daß dieſer gute Engel auch unſerer guten Sache überhaupt zur Seite ſtünde. An mir ſelbſt iſt weniger gelegen.“
Der Gouverneur hing erwartungsvoll an ihrem


