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und ſchöngeformten Lippen und allerliebſtem Näschen. Barfuß bis an den Hals, welchen eine Schnur Glas⸗ korallen ſchmückte, näherte ſie ſich ſchweigſam und unbe⸗ fangen wie ein Kind lächelnd. Edmund ergriff bei dieſem Anblicke die Flucht und ich ſchloß mich an, in der Be⸗ fürchtung, daß, nachdem mit dieſer zierlichen Wilden die jüngere Generation erſchöpft ſei, die Urgroßmutter im Bau auf den ſchauderhaften Einfall gerathen könne, uns ebenfalls ihren Beſuch abzuſtatten.“
Nachdem der Franzoſe mit ſeiner Beſchreibung zu Ende gekommen, erwiderte lachend Graf Thomas, ein Schwager des Grafen Stanislaus:„Da hat Freund Hippolht allerdings auch nur die Bekanntſchaft mit Zi⸗ geunerproletariat gemacht. Wir beſitzen aber auch an⸗ ſäſſige Zigeuner, die den Bauern faſt ganz gleichſtehen, in freundlichen Häuſern wohnen und Garten⸗ und Feld⸗ wirthſchaft betreiben. Auch fleißige und nicht ungeſchickte Handwerker gibt es unter ihnen, wie Schmiede, Bürſten⸗ binder, Ziegelſtreicher, Maurer, Erdarbeiter, Eſſenkehrer, Seiler, Zahnärzte und Wunderdoctoren. Es ſind Kreuz⸗ köpfe, die ſich leicht in allen Sätteln zurechtzufinden wiſſen. Das ungariſche Sprichwort: Wo im Dorfe viel Zigeuner und Edelleute wohnen, wächſt auf dem Felde mehr Unkraut als Frucht, bezieht ſich weniger auf die Ackerbau und Gewerbe treibenden Zigeuner als auf die
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