Achtes Kapitel.
Auf der ganzen langen Theißlinie von Tokah bis Szegedin entwickelten ſich allmälig die Streitkräfte der Magyaren. Was jenſeits geſäet wurde, ſollte dieſſeits des Fluſſes Früchte tragen. Es begann der große Vor⸗ marſch von Oſten nach Weſten, der Alles niederwarf, was ſich ihm in den Weg ſtellte.
Von den letzten Märztagen bis in die erſte Woche des April, das heißt von dem Hauptangriffe auf die kaiſerliche Armee bis zur Einnahme von Waitzen, haben die Ungarn unter Görgei's Anführung ihre glänzendſten Schlachten geſchlagen. Es war eigentlich nur eine einzige Schlacht, die vierzehn Tage währte, mit jedem Tage ihr Terrain veränderte, mit jeder Stunde die Magharen vorwärts gegen Peſth führte und mit jeder Stunde den Kaiſerlichen ein Stück nach dem andern des mühſam er⸗ kämpften Bodens abgewann, eine Schlacht, die bei


