die Zahl des Feindes. Hinter ihnen hörte die Schlacht auf. Nachdem die Serben nicht mehr im offenen Kampfe zu widerſtehen vermochten, bauten ſie Barrikaden; auch dieſe wurden genommen. Die Magharen, ob des ſchänd⸗ lichen Verraths wüthend, gaben keinen Pardon. Kein Gefangener ward gemacht. Es war ein Vernichtungs⸗ kampf. Man warf Feuerbrände in Kirchen und Häuſer. Bald loderte die rothe Flamme aus Giebeln und Dächern. Eine furchtbare Nacht. Gräßliche Beleuchtung. Ein ſchmerz- lich Bild von menſchlicher Leidenſchaft.
Als der Morgen graute, ſtanden die Magyaren auf offenem Felde außerhalb der Stadt. Die Serben lagen todt in Gaſſen und Häuſern. Ueber den Todten brannte die Stadt, ungeheure Rauchwolken zum Morgen⸗ himmel entſendend.
Von den gefallenen Bewohnern und Bewohnerinnen der Stadt ward nur eine einzige feierlich zur Erde be⸗ ſtattet. Es war Aloyſia, die Tochter des Ranko.
Unter einer uralten Linde, die im Sommer kühlen Schatten beut und in deren Nähe ein Silberbächlein lieblich über Kieſel rieſelt, gruben unter Janos' Anleitung fünf Rothkappler ein Grab. Der treue Diener weinte wie ein Kind. Das ſchöne Mädchen war ja für ſeinen Herrn geſtorben.
In einiger Entfernung vom Grabe ſtand Ladislaus


