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unſeres geſetzlichen Reichstags endlich ruhig zu genießen gedachten. Freunde, Brüder, Mitbürger! Die Freiheit und das Vaterland ſind in äußerſter Gefahr. Noch ſchweben zwar friedliche Verhandlungen über dem gezückten Schwerte. Der Reichstag hat Proteſt gegen den Belagerungszuſtand eingelegt und deutſche Reichscommiſſare unterhandeln in dlmütz. Wir dürfen einer Wendung zum Guten ver⸗ trauen, aber wir dürfen uns nicht unbedingt auf ſie verlaſſen. Windiſchgrätz kann mit frecher Gewaltthat alle Hoffnungen der Guten zu nichte machen, und nur zu wahrſcheinlich iſt es, er wird es. Alſo auf, auf zur Rüſtung, zur Vertheidigung der Stadt, die, von Heer⸗ ſäulen und Kanonen umlagert, mit jeder Stunde der Entſcheidung ihres Schickſals weiter entgegengeht! Koſt⸗ bar iſt der gegenwärtige Augenblick, denn nicht wiſſen wir mehr, wem die nächſte Zukunft gehört. In äußer⸗ ſter Schnelle muß die Stadt in ihren bedrohten Punkten noch verſchanzt und verbarrikadirt werden, keine Hand ruhe, dem Vaterlande die dringendſte Pflicht zu leiſten, die unermeßliche Stadt mit ihrer Fülle der edelſten Geiſtes⸗ und Erdengüter dem zerſtörenden Tritte des feindlichen Kriegers unzugänglich zu machen. Eilt herbei, Männer, Frauen, Kinder, erſte und letzte Kraft der Ju⸗ gend und des Alters, rege und rüſte dich für die Ret⸗ tung der Freiheit! Wien gibt der Welt ein Beiſpiel


