Liertes Kapitel.
Unabſehbar dehnt ſich die Steppe zwiſchen Donau und Theiß von Peſth viele Meilen breit und lang bis in die Gegend von Zombor und Thereſiopol. In troſt⸗ loſer Eintönigkeit finkt der graublaue Himmel, ſoweit der Blick reicht, auf dürren, mit Salztheilen geſchwängerten Sandboden. Nirgends ein erquickendes Grün der Land ſchaft, ein Schatten gebender Baum oder Strauch, nirgends ein erlabender Quell. Von Zeit zu Zeit wirbelt eine Staubwolke durch die weite Wüſte.
Die Straße zwiſchen Peſth und Szegedin war damals die eigenthümlichſte der Welt. Man konnte ſagen, daß ſie zwei bis drei Meilen breit war, wenn man die unter⸗ ſchiedlichen Straßenfäden zu einem und demſelben Tracte rechnet. Jeder ſchlug diejenige Linie ein, die ihm die geeignetſte ſchien; der Reiter dieſe, der Perſonenwagen jene, der Frachtfuhrmann wieder eine andere.


