160
rend Strichelius und Bachmann, die beiden Geretteten, immer wiederholt ihre Freude an den Tag legten, ohne auf die Lage Hornickel's Rückſicht zu nehmen, ſaß letzterer nicht bloß als ein geſtürzter, ſondern auch als ein am Leben bedrohter König in verzweif⸗ lungsvollem Hinbrüten. Er erlitt jetzt ſeine Strafe für ſeine miſerablen Geſinnungen, die er wegen ſeines in Tauharawi einzuführenden Regiments an den Tag gelegt hatte.
Nachdem ihn Fidelis eine geraume Zeit dieſem
gräßlichen Seelenzuſtande überlaſſen, ſprach er endlich:
„Ich will noch einen Verſuch wagen bei dem Häuptling, aber baut vor der Hand keine Hoffnung dar⸗ auf. Einſtweilen mögen Euch, Hoheit, die beiden Geretteten Eure Schwermuth durch allerlei Kurzweil zu vertreiben bemüht ſein.“
Hornickel hob ſchwach den Kopf empor. Er befand ſich ſchlechterdings nicht zu irgendeiner Kurz⸗ weil aufgelegt.
„Sollen wir Euch erheitern, Hoheit,“ frug Bach⸗ mann,„vielleicht durch Spiel und Tanz?“
„Bei mir iſt Spiel und Tanz vorbei,“ ſtöhnte er dumpf.
„Oder ſoll Euch der heitere Strichelius einen luſtigen Schwank vortragen?“


