Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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und angenehmer Beſuch bevorſteht, förmlich die Flucht ergreifen. Ich gehe nochmals zum Vater, vielleicht, daß mir es gelingt, eine Sinnesänderung zu bewir⸗ ken. Alſo gebt noch nicht alle Hoffnung auf.

Sie entfernte ſich, die beiden Fräuleins ihren eigenen Betrachtungen überlaſſend.

Joſephine hatte ſich ins Sopha geworfen, und ſchien von der ganzen Welt nichts mehr wiſſen zu wollen. Bald aber ſprang ſie wieder auf.

Aber dieſe Perſon ſoll es büßen, ſprach ſie, müſſen wir ihretwegen fort, ſollen ihr keine Ro⸗ ſen daraus erblühen. Auf dem einfältigen Lande zwiſchen Pferden und Ochſen brauchen wir keine Ge⸗ ſellſchafterin. Da kann ſie die Magd machen, wie ihr zukommt, damit ihr die gräflichen Gedanken ver⸗ gehen. Ja aufs Feld ſoll ſie, in die Scheuer, in den Stall. Wir werden ja ſehen, ob nach einer Heu⸗ und Kornernte ihr Teint dem Herrn Grafen noch ſo ver⸗ führeriſch erſcheinen dürfte. Auch ihrer ſtädtiſchen Gar⸗ derobe braucht's auf dem Lande nicht. Wir ſorgen für ländliche Tracht, die dem Herrn Grafen weniger in die Augen ſtechen dürfte. Und arbeiten ſoll ſie, daß ſie ihre Hände nicht fühlen ſoll; damit ſie erfährt, was es heißt: Du ſollſt Dein Brot im Schweiße Deines