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„Ich ſpreche ja gar nicht mit dem Herrn Gra⸗ fen,“ entſchuldigte ſich die Gekränkte,„nur ein paar⸗ mal hab'ich mich mit ihm unterhalten, weil er zahl⸗ reiche Fragen an mich ſtellte; doch ſowie, Sie mir geſagt, daß ſich das nicht für mich ſchicke, bin ich ſo ſtill wie immer möglich geweſen.“
„Keine Entſchuldigung,“ erwiederte Joſephine, „glaubſt Du, wir durchſchauen Deine Manöber nicht? Wie Du anfänglich durch einfältig Geſchwätz, biſt Du jetzt durch ein intereſſantes Schweigen bemüht, den Grafen in Dein Netz zu locken.“
„O mein Gott!“ ſtammelte Marie.
„Auch kann das nicht ſo fortgehen,“ fuhr Jo⸗ ſephine fort,„Du biſt als dienſtbare Geſellſchafterin bei uns engagirt, aber nicht, um Deine Netze über junge Herren auszuwerfen.“.
„Gott vergebe Ihnen, wie Unrecht Sie mir thun,“ ſprach Marie in Thränen ausbrechend.
Als ſie nach ſolcher Behandlung am Abend ihr einſam Zimmer betrat, kniete ſie nieder und betete zu Gott. Und wieder wie an jenem Abende, wo ſie ſich ſo fremd und verlaſſen fühlte, tönte wie Engel⸗ gruß aus dem Garten herauf die Harmonika und das fromme Lied:


