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das feinſte duntelhlaue Tuch gekleidet mit rothen Auf⸗ ſchlägen und weißen Bandelieren. 6 funkelten die Adler im Sonnenglanze.
Faſt noch praͤchtiger nahmen 5 die zahlreichen Reiterſchwadronen in ihrem mannigfachen Waffen⸗ ſchmucke aus. Weithin glaͤnzten die goldnen Helme und Bruſtharniſche der Cuiraſſire und Carabiniers; dunkle Maͤhnen umwehten die Haͤupter der Chaſſeurs und Dragoner. Zunaͤchſt dieſen blitzte das Lanzen⸗ meer der ſtattlichen polniſchen Lanziers, und neben dieſen hielten die orientaliſchen Schwadronen der Tar⸗ taren und Mamelucken in fantaſtiſcher, gold- und ſil⸗ berreicher Waffenpracht.
Es war ein heitrer wolkenloſer Sommervormittag. Halb Dresden war zu Fuß und zu Wagen hinaus ge⸗ wallfahrtet, um die großartige Parade mit anzuſehen. Auch der Geheimrath, Ruffus und Claͤrchen befanden ſich unter den Zuſchauern und ihr Zweiſpaͤnner hatte einen ſo guten Standpunkt gewählt, daß ſie das pracht⸗ volle Schauſpiel in ſeinem ganzen Umfange Serſauen
konnten.
Auf den Thuͤrmen Dresdens ertoͤnte vi zehnte Stunde des Morgens.— Die Trompeten ſchmetter⸗ ten, die Trommeln wirbelten, die Adler ſenkten ſich,


