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Der Diplomat : Novelle / von Ludwig Storch
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land gegangen; nach Jahren erfuhren wir, daß Karline geſtorben. Meine Frau hat nie begreifen können, weshalb eine Trennung zwiſchen uns ein⸗ getreten war. An der Quelle des Lichts iſt auch ihr Alles klar geworden. Meine Bedienſtung gab ich ſpäter auf und kaufte mich hier an. Den Ver⸗ ſtoß am menſchlichen Geſetz habe ich durch langen Schmerz gebüßt. Beide Schweſtern ſi ſind einge⸗ gangen in das Land des Friweis Von dort lächelt Dein Vater in ihrer Mitte auf uns herab. Die Abendſonne ſendet milde Strahlen auf mein Haupt; ein ſchönes Abendroth verklärt mein Ant⸗ litz; ich habe meines Freundes, Karlinens Sohn, gefunden, und er iſt mein Sohn geworden. Komm an mein HerzJunge!*

Greis und Jüngling lagen in ſchner Umar⸗ mung, da traten Helene und Conſtanze durch die Gartenthüre. Mit tiefer Rührung wandt ſich Müllersdorf aus des Barons Armen, eilte auf Conſtanzen zu und drückte ſie heftig an ſeine wogende Bruſt. Sie las in ſeinen Angen/ daß

er Alles wußte. Zu Helenen gewendet, lispelte

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