Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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Aber wunderbare Vorſehung gleichſam als wolle das Geſchick die Braven bis an die Grenze ihres Landes verhöhnen, wurden ſie noch einmal und zum Letztenmal in ihren Hoffnungen getäuſcht. Schon hat⸗ ten mehrere Bataillone und Schwadronen die Brücke paſſirt und das jenſeitige Ufer beſetzt; andere waren im Uebergange begriffen da treffen die von Ry⸗ binski ausgeſandten Kundſchafter mit der Nachricht ein, daß der Feind in ſehr großer Anzahl kaum eine halbe Stunde weit von der Brücke ſtehe und den einzig noch übrig gebliebenen Durchweg beſetzt habe. Es ſei an ein Durchſchlagen nicht mehr zu denken.

Rybinski befahl den Rückmarſch!

Da ergreift Verzweiflung und Muthloſigkeit auch die wackerſten Herzen. Dem plötzlichen Uebergang von der Freude bis zur Trauer unterliegt der Soldat. Nach ſeiner Denkungsweiſe kann er nicht anders glauben, als man habe ihn verkauft und wolle ihn an die Ruſſen ausliefern.

Die Officiere haben die größte Mühe, die Ord⸗ nung aufrecht zu erhalten und die Deſertion zu ver⸗ hindern. Häufig iſt es vergebens. Ganze Pelotons zerſchlagen ihre Gewehre und zerſtreuen ſich in die Wälder.

Die Armee nimmt ihre Richtung nach der preußi⸗ ſchen Grenze. Der Soldat weiß noch immer nicht, wohin er geführt wird. Den dreißigſten September erreicht man Lipno; den erſten October Skape; am zweiten gelangt man nach Rachow, ungewiß, wohin man ſich wenden ſoll.

Da entſcheidet ſich endlich Rybinski, mit der ge⸗ ſammten Armee nach Preußen über zu treten. Um Mitternacht beruft er den letzten Kriegsrath. Die Mehrzahl der verſammelten Officiere erklärte ſich für